Die treue Johanna

Es war einmal eine alte Königin, die war krank und dachte: ‚Es wird wohl das Totenbett sein, auf dem ich liege.‘ Da sprach sie:
„Lasst mir die getreue Johanna kommen!“
Die getreue Johanna war ihre liebste Dienerin und hieß so, weil sie ihr ihr Leben lang so treu gewesen war. Als sie nun vor das Bett kam, sprach die Königin zu ihr:
„Getreueste Johanna, ich fühle, dass mein Ende heran naht und da habe ich keine andere Sorge als um meine Tochter. Sie ist noch in jungen Jahren, wo sie sich nicht immer zu raten weiß. Und wenn du mir nicht versprichst, sie zu unterrichten in allem, was sie wissen muss, und ihre Pflegemutter zu sein, so kann ich meine Augen nicht in Ruhe schließen.“ Da antwortete die getreue Johanna:
„Ich will sie nicht verlassen und will ihr mit Treue dienen, wenn’s auch mein Leben kostet.“ Da sagte die alte Königin:
„So sterb‘ ich getrost und in Frieden.“ Und sprach dann weiter: „Nach meinem Tode sollst du ihr das ganze Schloss zeigen, alle Kammern, Säle und Gewölbe und alle Schätze, die darin liegen. Aber die letzte Kammer in dem langen Gange sollst du ihr nicht zeigen, worin das Bild des Königssohns vom goldenen Dache verborgen steht. Wenn sie das Bild erblickt, wird sie eine heftige Liebe zu ihm empfinden und wird in Ohnmacht niederfallen und wird seinetwegen in große Gefahren geraten; davor sollst du sie hüten.“  Und als die treue Johanna nochmals der alten Königin die Hand darauf gegeben hatte, ward diese still, legte ihr Haupt auf das Kissen und starb.

Als die alte Königin zu Grabe getragen war, da erzählte die treue Johanna der jungen Königin, was sie ihrer Mutter auf dem Sterbelager versprochen hatte und sagte:
„Das will ich gewisslich halten und will dir treu sein, wie ich ihr gewesen bin, und sollte es mein Leben kosten.“ Die Trauer ging vorüber.
Da sprach die treue Johanna zu ihr:
„Es ist nun Zeit, dass du dein Erbe siehst. Ich will dir dein mütterliches Schloss zeigen.“ Da führte sie sie überall herum, auf und ab, und ließ sie alle die Reichtümer und prächtigen Kammern sehen, nur die eine Kammer öffnete sie nicht, worin das gefährliche Bild stand. Das Bild war aber so gestellt, dass, wenn die Türe aufging, man gerade darauf sah, und war so herrlich gemacht, dass man meinte, es leibte und lebte und es gäbe nichts Lieblicheres und Schöneres auf der ganzen Welt. Die junge Königin aber merkte wohl, dass die getreue Johanna immer an einer Tür vorüberging, und sprach:
„Warum schließest du mir diese niemals auf?“
„Es ist etwas darin,“ antwortete sie. „vor dem du erschrickst.“ Aber die  Königin antwortete:
„Ich habe das ganze Schloss gesehen, so will ich auch wissen, was darin ist.“ Sie ging und wollte die Türe mit Gewalt öffnen. Da hielt sie die getreue Johanna zurück und sagte:
„Ich habe es deiner Mutter vor ihrem Tode versprochen, dass du nicht sehen sollst, was in der  Kammer steht. Es könnte dir und mir zu großem Unglück ausschlagen.“
„Ach nein,“ antwortete die junge Königin. „wenn ich nicht hineinkomme, so ist’s mein sicheres Verderben. Ich würde Tag und Nacht keine Ruhe haben, bis ich’s mit meinen Augen gesehen hätte. Nun gehe ich nicht von der Stelle, bis du aufgeschlossen hast.“
Da sah die getreue Johanna, dass es nicht mehr zu ändern war, und suchte mit schwerem Herzen und vielem Seufzen aus dem großen Bund den Schlüssel heraus. Als sie die Tür geöffnet hatte, trat sie zuerst hinein und dachte, sie wolle das Bildnis bedecken, dass es die Königin vor ihr nicht sähe. Aber was half das? Die Königin stellte sich auf die Fußspitzen und sah ihr über die Schulter. Und als sie das Bildnis des Jünglings erblickte, das so herrlich war und von Gold und Edelsteinen glänzte, da fiel sie ohnmächtig zur Erde nieder. Die getreue Johanna hob sie auf, trug sie in ihr Bett und dachte voll Sorgen: ‚Das Unglück ist geschehen, Herr Gott, was will daraus werden?‘
Dann stärkte sie sie mit Wein, bis sie wieder zu sich selbst kam. Das erste Wort, das sie sprach, war:
„Ach, wer ist das schöne Bild?“
„Das ist der Königssohn von goldenen Dache.“ antwortete die treue Johanna. Da sprach die Königin weiter:
„Meine Liebe zu ihm ist so groß, wenn alle Blätter an den Bäumen Zungen wären, sie könnten’s nicht aussagen. Mein Leben setze ich daran, dass ich ihn erlange. Du bist meine getreueste Johanna, du musst mir beistehen.“

Die treue Dienerin besann sich lange, wie die Sache anzufangen wäre, denn es war schwer, nur vor das Angesicht des Königssohns zu kommen. Endlich hatte sie ein Mittel ausgedacht und sprach zu der Königin:
„Alles, was er um sich hat, ist von Gold, Tische, Stühle, Schüsseln, Becher, Näpfe und alles Hausgerät. In deinem Schatze liegen fünf Tonnen Goldes. Lass eine von den Goldschmieden des Reiches verarbeiten zu allerhand Gefäßen und Gerätschaften, zu allerhand Vögeln, Gewild und wunderbaren Tieren, das wird ihm gefallen. Wir wollen damit hinfahren und unser Glück versuchen.“ Die Königin ließ alle Goldschmiede herbeiholen, die mussten Tag und Nacht arbeiten, bis endlich die herrlichsten Dinge fertig waren. Als alles auf ein Schiff geladen war, zog die getreue Johanna Kaufmannskleider an und die Königin musste ein Gleiches tun, um sich ganz unkenntlich zu machen. Dann fuhren sie über das Meer und fuhren so lange, bis sie zu der Stadt kamen, worin der Königssohn vom goldenen Dache wohnte.

Die treue Johanna hieß die Königin auf dem Schiffe zurückbleiben und auf sie warten. „Vielleicht,“ sprach sie. „bring ich den Königssohn mit. Darum sorgt, dass alles in Ordnung ist. Lasst die Goldgefäße aufstellen und das ganze Schiff ausschmücken.“ Darauf suchte sie sich in ihr Schürzchen allerlei von den Goldsachen zusammen, stieg ans Land und ging gerade zu dem königlichen Schloss.
Als sie in den Schlosshof kam, stand da beim Brunnen ein schöner Knabe, der hatte zwei goldene Eimer in der Hand und schöpfte damit. Und als er das blinkende Wasser forttragen wollte und sich umdrehte, sah er die fremde Frau und fragte, wer sie wäre. Da antwortete sie:
„Ich bin eine Kauffrau.“ und öffnete ihr Schürzchen und ließ ihn hineinschauen. Da rief er:
„Ei, was für schönes Goldzeug!“ setzte die Eimer nieder und betrachtete eins nach dem anderen. Da sprach der Knabe:
„Das muss der Königssohn sehen. Der hat so große Freude an den Goldsachen, dass er Euch alles abkauft.“ Er nahm sie bei der Hand und führte sie hinauf, denn er war der Kammerjunge. Als der Königssohn die Ware sah, war er ganz vergnügt und sprach:
„Es ist so schön gearbeitet, dass ich dir alles abkaufen will.“ Aber die getreue Johanna sprach: „Ich bin nur die Dienerin einer reichen Kauffrau. Was ich hier habe, ist nichts gegen das, was meine Herrin auf ihrem Schiff stehen hat; und das ist das  Künstlichste und Köstlichste, was je in Gold gearbeitet worden ist.“ Er wollte alles heraufgebracht haben, aber sie sprach: „Dazu gehören viele Tage, so groß ist die Menge, und so viele Säle, um es aufzustellen, dass Euer Haus nicht Raum dafür hat.“ Da ward seine Neugierde und Lust immer  mehr angeregt, so dass er endlich sagte: „Führe mich hin zu dem Schiff,  ich will selbst hingehen und deiner Herrin Schätze betrachten.“

Da führte ihn die treue Johanna zu dem Schiffe hin und war ganz freudig, und die Königin, als sie ihn erblickte, sah, dass seine Schönheit noch größer war, als das Bild sie dargestellt hatte, und meinte nicht anders, als das Herz wollte ihr zerspringen. Nun stieg er in das Schiff, und die Königin führte ihn hinein. Die getreue Johanna aber blieb zurück bei der Steuerfrau und hieß das Schiff abstoßen:
„Spannt alle Segel auf, dass es fliegt wie ein Vogel in der Luft.“ Die Königin aber zeigte ihm drinnen das goldene Geschirr, jedes einzeln, die Schüsseln, Becher, Näpfe, die Vögel, das Gewild und die wunderbaren Tiere. Viele Stunden gingen herum, während er alles besah, und in seiner Freude merkte er nicht, dass das Schiff dahinfuhr. Nachdem er das letzte betrachtet hatte, dankte er der Kauffrau und wollte heim, als er aber an des Schiffes Rand kam sah er, dass er fern vom Land auf hohem Meere ging und mit vollen Segeln forteilte.
„Ach!“ rief er erschrocken. „Ich bin betrogen, ich bin entführt und in die Gewalt einer Kauffrau geraten. Lieber wollt ich sterben!“ Die Königin aber fasste ihn bei der Hand und sprach:
„Ein Kaufmann bin ich nicht. Ich bin eine Königin und nicht geringer an Geburt als du bist. Aber dass ich dich mit List entführt habe, das ist aus übergroßer Liebe geschehen. Das erste Mal, als ich dein Bildnis gesehen habe, bin ich ohnmächtig zur Erde gefallen.“  Als der Königssohn vom goldenen Dache das hörte, ward er getröstet und sein Herz ward ihr geneigt, so dass er gerne einwilligte, ihr Gemahl zu werden.

Es trug sich aber zu, während sie auf dem hohen Meere dahinfuhren, dass die treue Johanna, als sie vorn auf dem Schiffe saß und Musik machte, in der Luft drei Raben erblickte, die dahergeflogen kamen. Da hörte sie auf zu spielen und horchte, was sie miteinander sprachen, denn sie verstand das wohl.
Der eine rief:
„Ei, da führt sie den Königssohn vom goldenen Dache heim.“
„Ja.“ antwortete der zweite.  „Sie hat ihn noch nicht.“ Sprach der dritte:
„Sie hat ihn doch. Er sitzt bei ihr im Schiffe.“ Da fing der erste wieder an und rief:
„Was hilft ihr das? Wenn sie an’s Land kommen, wird ihr ein fuchsrotes Pferd entgegenspringen, da wird sie sich aufschwingen wollen und tut sie das, so sprengt es mit ihr fort und in die Luft hinein, dass sie nimmer mehr ihren Jüngling wiedersieht.“ Sprach der zweite:
„Ist gar keine Rettung?“
„Oh ja, wenn ein anderer schnell aufsitzt, das Feuergewehr, das in den Halftern stecken muss, herausnimmt und das Pferd damit totschießt, so ist die junge Königin gerettet. Aber wer weiß das? Und wer’s weiß und sagt’s ihr, der wird zu Stein von den Fußzehen bis zum Knie.“ Da sprach  der zweite:
„Ich weiß noch mehr. Wenn das Pferd auch getötet wird, so behält die junge Königin doch nicht ihren Bräutigam. Wenn sie zusammen ins Schloss kommen, so liegt dort ein gemachtes Brauthemd in einer Schüssel und sieht aus, als wär’s von Gold und Silber gewebt, ist aber nichts als Schwefel und Pech. Wenn sie’s antut, verbrennt es sie bis auf Mark und Knochen.“ Sprach der dritte:
„Ist da gar keine Rettung?“
„Oh ja.“  antwortete der zweite. „Wenn eine mit Handschuhen das Hemd packt und wirft es ins Feuer, dass es verbrennt, so ist die junge Königin gerettet. Aber was hilft’s? Wer’s weiß und es ihr sagt, der wird halben Leibes Stein vom Knie bis zum Herzen.“ Da sprach der dritte:
„Ich weiß noch mehr. Wird das Brauthemd auch verbrannt, so hat die junge Königin ihren Bräutigam doch noch nicht. Wenn nach der Hochzeit der Tanz anhebt und der junge König tanzt, wird er plötzlich erbleichen und wie tot  hinfallen und hebt ihn nicht einer auf und zieht aus seiner rechten Brust drei Tropfen Blut und speit sie wieder aus, so stirbt er. Aber verrät das eine, die es weiß, so wird sie ganzen Leibes zu Stein vom Wirbel bis zur Fußzehe.“ Als die Raben das miteinander gesprochen hatten, flogen sie weiter, und die getreue Johanna hatte alles wohl verstanden, aber von der Zeit an war sie still und traurig. Denn verschwieg sie ihrer Herrin, was sie gehört hatte, so war diese unglücklich; offenbarte sie es ihr, so musste sie selbst ihr Leben hingeben. Endlich aber sprach sie bei sich:
„Meine Herrin will ich retten, und sollte ich selbst darüber zugrunde gehen.“

Als sie nun ans Land kamen, da geschah es, wie der Rabe vorher gesagt hatte, und es sprengte ein prächtiger fuchsroter Gaul daher.
„Wohlan,“ sprach die Königin. „der soll mich in mein Schloss tragen.“ und wollte sich aufsetzen, doch die treue Johanna kam ihr zuvor, schwang sich schnell darauf, zog das Gewehr aus den Halftern und schoss den Gaul nieder. Da riefen die anderen Dienerinnen und Diener der Königin, die der treuen Johanna doch nicht gut waren:
„Wie schändlich, das schöne Tier zu töten, das die Königin in ihr Schloss tragen sollte!“ Aber die Königin sprach:
„Schweigt und lasst sie gehen. Es ist meine getreueste Johanna. Wer weiß, wozu das gut ist!“
Nun gingen sie in’s Schloss und da stand im Saal eine Schüssel und das gemachte Brauthemd lag darin und sah nicht anders aus, als wäre es von Gold und Silber. Die junge Königin ging darauf zu und wollte es ergreifen, aber Johanna schob sie weg, packte es mit Handschuhen an, trug es schnell ins Feuer und ließ es verbrennen.  Die anderen Dienerinnen und Diener fingen wieder an zu murren und sagten:
„Seht, nun verbrennt sie gar der Königin Brauthemd.“ Aber die junge Königin sprach:
„Wer weiß, wozu es gut ist. Lasst sie gehen, es ist meine getreueste Johanna!“
Nun ward die Hochzeit gefeiert. Der Tanz hub an, und der Bräutigam trat auch hinein, da hatte die treue Johanna Acht und schaute ihm ins Antlitz. Auf einmal erbleichte er und fiel wie tot zur Erde. Da sprang sie eilends hinzu, hob ihn auf und trug ihn in eine Kammer. Da legte sie ihn nieder, kniete und sog die drei Blutstropfen aus seiner rechten Brust und speite sie aus. Alsbald atmete er wieder und erholte sich. Aber die junge Königin hatte es mit angesehen und wusste nicht, warum es die getreue Johanna getan hatte, ward zornig darüber und rief:
„Werft sie ins Gefängnis!“ Am anderen Morgen ward die getreue Johanna verurteilt und zum Galgen geführt und als sie oben stand und gerichtet werden sollte, sprach sie:
„Jede, die sterben soll, darf vor ihrem Ende  noch einmal reden. Soll ich das Recht auch haben?“
„Ja.“ antwortete die Königin. „Es soll dir vergönnt sein.“ Da sprach die treue Johanna:
„Ich bin mit Unrecht verurteilt und bin dir immer treu gewesen.“ Und sie erzählte, wie sie auf dem Meer das Gespräch der Raben gehört und wie sie, um ihre Herrin zu retten, das alles hätte tun müssen. Da rief die Königin:
„Oh, meine treueste Johanna! Gnade! Gnade! Führt sie herunter!“  Aber die treue Johanna war bei dem letzten Wort, das sie geredet hatte, leblos herabfallen und war ein Stein.

Darüber trugen nun die Königin und der König großes Leid und die Königin sprach:
„Ach, was hab ich große Treue so übel belohnt!“ Und sie ließ das steinerne Bild aufheben und in ihre Schlafkammer neben ihr Bett stellen. Sooft sie es ansah, weinte sie und sprach: „Ach, könnt‘ ich dich wieder lebendig machen, meine getreueste Johanna!“
Es ging  eine Zeit herum, da gebar die Königin Zwillinge, zwei Töchterlein. Die wuchsen heran und waren ihre Freude. Einmal, als der König in der Kirche war und die zwei Kinder bei der Mutter saßen und spielten, sah diese wieder das steinerne Bildnis voll Trauer an, seufzte und rief:
„Ach, könnt‘ ich dich wieder lebendig machen, meine getreueste Johanna!“ Da fing der Stein an zu reden und sprach:
„Ja, du kannst mich wieder lebendig machen, wenn du dein Liebstes daran wenden willst.“ Da rief die Königin:
„Alles, was ich auf der Welt habe, will ich für dich hingeben!“ Sprach der Stein weiter:
„Wenn du mit deiner eigenen Hand  deinen beiden Kindern den Kopf abhaust und mich mit ihrem Blute bestreichst, so erhalte ich das Leben wieder.“ Die Königin erschrak, als er hörte, dass sie ihre liebsten Kinder selbst töten sollte. Doch dachte sie an die große Treue und dass die getreue Johanna für sie gestorben war, zog ihr Schwert und hieb mit eigner Hand den Kindern den Kopf ab.  Und als sie mit ihrem Blute den Stein bestrichen hatte, so kehrte das Leben zurück und die getreue Johanna stand wieder frisch und gesund vor ihr. Sie sprach zur Königin:
„Deine Treue soll nicht unbelohnt bleiben.“ Und sie nahm die Häupter der Kinder, setzte sie auf und bestrich die Wunde mit ihrem Blut. Davon wurden sie im Augenblick wieder heil, sprangen herum und spielten fort, als war ihnen nichts geschehen. Nun war die Königin voll Freude und als sie den König kommen sah, versteckte sie die getreue Johanna und die beiden Kinder in einen großen Schrank. Wie er hereintrat, sprach sie zu ihm:
„Hast du gebetet in der Kirche?“
„Ja.“ antwortete er. „Aber ich habe beständig an die getreue Johanna gedacht, dass sie so unglücklich durch uns geworden ist.“ Da sprach sie:
„Lieber Mann, wir können ihr das Leben wiedergeben. Aber es kostet uns unsere beiden Töchterlein. Die müssen wir opfern.“ Der König ward bleich und erschrak im Herzen, doch sprach er:
„Wir sind’s ihr schuldig wegen ihrer großen Treue.“ Da freute sie sich, dass er dachte wie sie gedacht hatte, ging hin und schloss den Schrank auf, holte die Kinder und die treue Johanna heraus und sprach:
„Gott sei gelobt, sie ist erlöst, und unsere Töchterlein haben wir auch wieder!“ Und sie erzählte ihm, wie sich alles  zugetragen hatte. Da lebten sie zusammen in Glückseligkeit bis an ihr Ende.


Aus: „Der treue Johannes“ (KHM 6): Der treue Johannes in der Wikipedia
Quelle: Der treue Johannes bei Grimmstories.com

Anpassung:

Geschlechterpronomen
aktuelle Rechtschreibung
Zeichensetzung
Aus „Johannes“ wurde „Johanna“
Aus „Jungfrau“ wurde „Jüngling“
Aus „Mädchen“ wurde „Knabe“
Aus „entdeckte er es ihm“ wurde „offenbarte sie es ihr“
Aus „Diener“ wurden „Dienerinnen und Diener“

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