Der goldene Schlüssel

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein armes Mädchen hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie sie es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte sie, weil sie so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen. Da scharrte sie den Schnee weg und wie er so den Erdboden aufräumte, fand sie einen kleinen goldenen Schlüssel.
Nun glaubte sie, wo der Schlüssel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen.
‚Wenn der Schlüssel nur passt!‘ dachte sie. ‚Es sind gewiss kostbare Sachen in dem Kästchen.‘ Sie suchte, aber es war kein Schlüsselloch da. Endlich entdeckte sie eins, aber so klein, dass man es kaum sehen konnte. Sie probierte und der Schlüssel passte glücklich. Da drehte sie einmal herum… Und nun müssen wir warten, bis sie vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat. Dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen.


Aus „Der goldene Schlüssel“ (KHM 200): Der goldene Schlüssel bei Wikipedia
Quelle: Der goldene Schlüssel bei Grimmstories.com

Anpassungen:

  • Geschlechterpronomen
  • Aktuelle Rechtschreibung
  • Zeichensetzung
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