Die undankbare Tochter

Es saß einmal eine Frau mit ihrem Mann vor der Haustür und sie hatten ein gebraten Huhn vor sich stehen und wollten das zusammen verzehren. Da sah die Frau, wie ihre alte Mutter daherkam. Geschwind nahm sie das Huhn und versteckte es, weil sie ihr nichts davon gönnte. Die Alte kam, tat einen Trunk und ging fort.

Nun wollte die Tochter das gebratene Huhn wieder auf den Tisch tragen, aber als sie danach griff, war es eine große Kröte geworden. Die sprang ihr in’s Angesicht und saß da, und ging nicht wieder weg. Und wenn sie jemand wegtun wollte, sah sie ihn giftig an, als wollte sie ihm ins Angesicht springen, so dass niemand sie anzurühren getraute. Und die Kröte musste die undankbare Tochter alle Tage füttern, sonst fraß sie ihr aus ihrem Angesicht. Und also ging sie ohne Ruhe in der Welt hin und her.


Aus: „Der undankbare Sohn“ (KHM 145): https://de.wikipedia.org/wiki/Der_undankbare_Sohn
Quelle: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_undankbare_sohn

 

Anpassung:

  • Geschlechterpronomen
  • aktuelle Rechtschreibung
  • Zeichensetzung
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s